Nachdem wir die letzten unserer Gäste verabschiedet hatten, war endlich die Zeit für unsere Flitterwoche. Zeit, um die letzten Tage Revue passieren zu lassen. Zeit für Barcelona.
Angefangen hat’s nicht ganz so super, da unser Hotel im ersten Moment eher eine Enttäuschung unserer Erwartungen war. Die Lage war wirklich super, aber das Zimmer, was wir gebucht hatten, stellte sich als Schuhkarton heraus, in dem es zu allem Überfluss nach alten Socken roch. Und wenn man die Türe aufgemacht hat, ist man schon übers Bett gestolpert. Aber glücklicherweise konnten wir in ein besser riechendes und vor allem ein wenig größeres Zimmer wechseln. Aber abgesehen davon, waren wir im Hotel auch wirklich nur die notwendige Zeit zum Schlafen und duschen.
Rückblickend können wir sagen, dass es kein besseres Ziel für unsere Flitterwoche gab! Wir haben die Tage wirklich entspannt und in einer guten Mischung aus lange schlafen, gutem Essen, Badespaß am Strand von Barcelona, stundenlangen Stadtbummeln und Sightseeing verbracht. Es waren schöne Tage, die wir einfach zu 150% genutzt haben.
Auch wenn wir letztes Jahr bereits 2 Tage in Barcelona verbracht haben, durfte unsere Kamera natürlich nicht fehlen. Und obwohl wir die Kamera die Hälfte der Zeit nicht mit hatten, haben wir es doch geschafft, über 1.000 Fotos zu schießen. Eine Auswahl findet ihr wie immer in unserer Galerie.
Eigentlich ist alles nach Plan verlaufen, bis ca. 1 Stunde vor der Trauung. Danach sind fast alle Dinge schief gegangen, die so schief gehen können und wir haben uns um einiges zu unserer eigenen Trauung verspätet. Was kann so alles schief gehen?
Angefangen hat es damit, dass Bernd (mein Bruder) Galia und Vasi (Tonys Schwester und Nichte) abholen und mit ihnen am Parkeingang unsere Gäste in Empfang sollte. Soweit die Theorie. Anstatt ihn jedoch zur deren Ferienwohnung zu führen, schickte ihn sein Navi auf die Autobahn, komischerweise in Richtung Graz … die Nächste Umkehrmöglichkeit einige Kilometer entfernt. Damit war er ein wenig spät dran und fuhr direkt zum Park und Tony brachte die beiden Mädels stattdessen zum Park. Da Bernd eigentlich auch noch unser Gesteck für die Trauung hatte abholen sollen, hat er einfach Michi dazu verpflichtet. (Michi, DANKE!! Du hast uns da wirklich gerettet!).
Zur selben Zeit sucht am Flughafen Tonys Cousine nach dem Taxi, welches wir bestellt haben und welches aber nicht da war. Einige Telefonate später, ich war gerade dabei in mein Kleid zu steigen, führ Hristina dann mit einem anderen Taxi per Express nach Laxenburg. Irgendwann war ich dann fertig gekleidet und komplett verwandelt! Schleier, Strumpfband, Schuhe inkl. und unsere Wohnung leerte sich langsam aber sicher, bis ich zum Schluss mit meinem Papa alleine bin und wir erst mal durchatmen und uns dann ebenso langsam auf den Weg zum Park machen. Aber ganz gemütlich, da wir sehr gut in der Zeit lagen. Irgendwo auf dem Weg erhalte ich dann plötzlich den Anruf eines Taxifahrers, der jetzt auch seinen Passagier suchte und als er erfuhr, dass dieser inzwischen weg war, fing er zu jammern und zu verhandeln.
Zur gleichen Zeit bei Tony … das Telefon steht nicht still:
Die Musik war noch nicht da. Die kommt, spätestens mit dem nächsten Bummelzug.
Lea hat sich auf Nikis Hemd übergeben. Macht sich nicht so gut, da er unsere Trauung übersetzen soll. Aber zum Glück hat Tonys Papa noch ein sauberes Hemd im Koffer.
Endlich ist Tony fast fertig angezogen, da macht es Bling, und ein Knopf an seiner Weste verabschiedet sich. Ausgerechnet jetzt, wo er eh schon ein wenig später dran ist. Na ja, macht nix, Mama Mira näht ihn schnell an und dann ist die 3 endlich auf dem Weg nach Laxenburg. Könnte man zumindest glauben. Aber die Technik in den großen, neuen, coolen Autos hat dem für ca. 10 Minuten einen Strich durch die Rechnung gemacht, den Tony konnte das Auto nicht starten. Nicht einmal aussteigen und wieder einsteigen hat geholfen. Argh, ausgerechnet jetzt.
Währenddessen habe ich mit meinem Papa am Parkeingang auf Tony gewartet und wurde zunehmend nervöser, da es inzwischen 5 vor 16:00 Uhr war. Aber plötzlich, eine Staubwolke erscheint am Parkeingang … Mein Bräutigam hat es geschafft, den Wagen zu starten. Jetzt steht unserer Trauung nichts mehr im Wege, dachte ich zumindest.
Endlich im Park - 2 schwarze BMW X5, die hintereinander fahren. Sah einfach cool aus! - fragt, mein Bruder von der Rückbank, ob der Text, den er vortragen soll für die Trauung oder die Feier ist, den er hat ihn in seinem Auto vergessen. Also heißt es wieder
umdrehen. Tony wartet auf uns und wir fahren wieder zurück zum Parkeingang und ernten dabei leicht entsetzte Blicke. Die Braut hat wieder umgedreht. Macht nix, ist im nachhinein eher lustig. Wieder bei Tony geht’s weiter durch den Park, den wir eigentlich so gut kennen. Heute aber nicht, den bevor wir endlich an der Franzensburg ankommen, verfahren wir uns eine Runde im weitläufigen Gelände. Und all das innerhalb von 90 Minuten.
Aber das waren dann auch alle Hindernisse, die wir zu überwinden hatten. Mit etwa 30 Minuten Verspätung konnte unsere Trauung dann starten!!!
Endlich war er da, der große Tag, auf den wir uns die letzten Monate so gefreut und den wir mit viel Phantasie, Liebe und Elan vorbereitet hatten. Für den ersten Teil des Tages kann ich nur aus meiner Sicht schreiben, da sich Tonys und meine Wege gleich nach dem Frühstück getrennt haben.
Na ja, Frühstück. Ich habe nicht wirklich viel runter bekommen, denn jetzt war ich auch aufgeregt. So wie beim ersten Schultag, kurz vor großen Urlaubsreisen, vor meinem Abflug in die USA. Einfach ein tolles Gefühl. Ich bin mit meiner Mum zusammen nach Wien zu Peter, meinem Friseur. Er hat ein kleines Wunder vollbracht und mir einfach eine tolle Hochsteckfrisur verpasst. Der erste Schritt in meiner Verwandlung. Danach stand das Make Up auf dem Plan, diesmal wieder in Wiener Neudorf. Und jeder der mich kennt, kennt mich eigentlich ohne Make Up und wenn, dann wirklich nur ganz ganz dezent. Und so sollte auch mein “Braut-Make-Up” werden. Und voila, nach einer Stunde war Schritt 2 vollbracht und ich fühlte mich mehr und mehr als eine Braut. Damit fertig, ging’s zu mir nach Hause, wo Tony gerade das Feld verließ und zu seinen Eltern fuhr. Ein letzter Kuss vor der Hochzeit …
Und bevor ich mich versah, führte mich mein Papa den Teppich entlang zu Tony, der mich mit strahlenden Augen und wie ich aus verlässlicher Quelle weiß, auch mit einer kleinen Träne der Rührung in den Augen auf mich wartete. Dem folgten eine wunderschöne Trauung, einige Überraschungen von meiner Familie, ein tolles Buffet (habe ich mir sagen lassen) und tolle Party. Ehe ich mich versah, spielte es auch schon das letzte Lied, es gab ein Foto mit all denen, die es bis zum Schluss ausgehalten haben und wir waren auch schon auf dem Weg nach Hause, diesmal verheiratet! Ein tolles Gefühl.
“Endlich Urlaub … jetzt ist es wirklich fast soweit!” Das waren die Gedanken, als ich am Freitag vor der Hochzeit aus dem Büro bin. Dem Gedanken folgten dann ein paar wirklich entspannte Tage, die wir u.a. mit Baden in Baden, Sonnenbaden bei Delphine & Remy, lange schlafen und natürlich auch ein paar notwendigen Dingen verbrachten. Ab Dienstag Abend hatten wir dann die Gesellschaft von meinen Eltern, die mit uns am Mittwoch noch einmal eine letzte Tanzstunde bei unserer lieben Susi absolvierten. Am Abend kamen dann Tonys Eltern, Schwester und Nichte. Alles lief wie gewünscht, nur der Wetterbericht für Freitag, welchen wir fleißig ignorierten, sprach von Wolken, Regen und Gewitter.
Der Donnerstag war dann ein Tag voller kleiner Erledigungen und böser Überraschungen. Hatten wir bisher noch darüber nachgedacht, das es regnen könnte und unsere Trauung im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser fallen könnte, gab’s am Donnerstag ganz andere Sorgen. In Sofia war das Munitionslager explodiert und explodierte noch fleißig weiter. Der Flughafen war gesperrt und 10 unserer Gäste sollten am Abend von Sofia nach Wien fliegen. Damit war das Wetter vergessen. Dass es regnen, stürmen, schneien könnte, daran haben wir zumindest entfernt nachgedacht. Aber das ausgerechnet einen Tag vor unserer Hochzeit dieses depperte Munitionslager explodieren und den Flugverkehr lahm legen muss … das war wirklich höhere Gewalt. Aber letztendlich war das Glück auf unserer Seite und der Flug nach Wien einer der wenigen, der an diesem Donnerstag von Sofia durchgeführt wurde.
Den Abend vor der Hochzeit haben wir im Garten des Quartiers meiner Familie verbracht!
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In Familienrunde haben wir gemütlich gegrillt und beisammen gesessen.
Vor langer, langer Zeit existierte eine Insel, auf der alle Gefühle der Menschen lebten:
“Die gute Laune”, “Die Traurigkeit”, “Das Wissen” und so wie alle anderen Gefühle, auch “Die Liebe”.
Eines Tages wurde den Gefühlen mitgeteilt, dass die Insel sinken würde. Also bereiteten alle ihre Schiffe vor und verließen die Insel. Nur die Liebe wollte bis zum letzten Augenblick warten. Bevor die Insel sank, bat die Liebe um Hilfe.
Der Reichtum fuhr auf einem luxuriösen Schiff an der Liebe vorbei.
Die Liebe fragte: “Reichtum, kannst Du mich mitnehmen?”
“Nein, ich kann nicht. Auf meinem Schiff habe ich viel Gold und Silber, da ist kein Platz für Dich.”
Also fragte die Liebe den Stolz, der auf einem wunderbaren Schiff vorbeikam:
“Stolz, ich bitte Dich, kannst Du mich mitnehmen?”
“Liebe, ich kann Dich nicht mitnehmen,” antwortete der Stolz, “hier ist alles perfekt. Du könntest mein Schiff beschädigen”.
Also fragte die Liebe die Traurigkeit, die an ihr vorbeiging: “Traurigkeit, bitte, nimm mich mit.”
“Oh Liebe”, sagte die Traurigkeit, “ich bin so traurig, dass ich alleine bleiben muss.”
Auch die Gute Laune ging an der Liebe vorbei, aber sie war so zufrieden, dass sie nicht hörte, dass die Liebe rief.
Plötzlich sagte eine Stimme: “Komm, Liebe, ich nehme Dich mit.” Es war ein Alter, der sprach. Die Liebe war so dankbar und so glücklich, dass sie vergaß, den Alten nach seinem Namen zu fragen. Als sie an Land kamen, ging der Alte fort.
Die Liebe bemerkte, dass sie ihm viel schuldete und fragte das Wissen:
“Wissen, kannst Du mir sagen, wer mir geholfen hat?”
“Es war die Zeit”, antwortete das Wissen.
“Die Zeit?”, fragte die Liebe, “warum hat die Zeit mir geholfen?”
Und das Wissen antwortete: “Weil nur die Zeit versteht, wie wichtig die Liebe im Leben ist”.